US-Wahlkampf 2004: WU-Projekt analysiert Trends und politische Ausrichtung internationaler Medien Fuenf Wochen vor den US-Praesidentschaftswahlen 2004 praesentiert ein Forschungsteam unter Beteiligung der Wirtschaftsuniversitaet Wien ein automatisiertes System zur Analyse der internationalen Medienberichterstattung. Die Resultate belegen regionale Unterschiede und vergleichen die politische Ausrichtung von Medien, fuehrenden amerikanischen Unternehmen und Umweltorganisationen. www.ecoresearch.net/election2004 Das zugrunde liegende Verfahren vergleicht die Web Sites der Fortune 1000 (= die umsatzstaerksten amerikanischen Unternehmen) mit 40 Umweltorganisationen und ueber 100 englischsprachigen Medien-Sites aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland. Mehr als 500.000 Dokumente - etwa 125 Millionen Wörter in 11 Millionen Saetzen - werden woechentlich verarbeitet, um die folgenden Fragen moeglichst objektiv zu beantworten: * Wie haeufig berichten Medien ueber die Kandidaten Bush/Cheney, Kerry/Edwards und Nader/Camejo? * Ueberwiegen positive oder negative Kommentare? * Welche Themen werden mit einzelnen Kandidaten assoziiert? * Existieren Trends oder regionale Unterschiede in ihrer Popularitaet? Von rund 25.000 Kandidaten-Nennungen am 23. September 2004 entfielen knapp zwei Drittel auf Bush/Cheney und etwa ein Drittel auf Kerry/Edwards. Das unabhaengige Team um Ralph Nader kam in keiner Stichprobe auf mehr als drei Prozent der Nennungen. Hinsichtlich ihrer Wortwahl beguenstigen US-Medien die aktuelle Regierung, allerdings zeichnet sich bei den Demokraten in den letzten Wochen ein Aufwaertstrend ab. Auch in der Gunst der Fortune 1000 Unternehmen fuehren momentan die Republikaner, welche dort mehr als 90 Prozent der Nennungen für sich verbuchen konnten. Umweltorganisationen hingegen aeussern sich kritisch zum amtierenden Praesidenten und sehen in John Kerry die weitaus bessere Alternative. Umweltberichte ergaenzen die allgemeinen Statistiken, erlauben den direkten Zugriff auf analysierte Saetze und verdeutlichen Zusammenhaenge mittels visueller Verffahren. Bereits verfuegbar ist eine Analyse der Kandidaten und Medien in Bezug auf erneuerbare Energien, fossile Brennstoffen und Atomenergie - ein angesichts juengster weltpolitischer Ereignisse nicht nur aus Umweltsicht brisantes Thema. Das ECOresearch Netzwerk mit mehr als 170 Mitgliedern beruht auf einer Initiative oesterreichischer und australischer Wissenschafter (Wirtschaftsuniversitaet Wien, University of Western Australia). Es analysiert neue Technologien, um dem rasanten Wachstum umweltrelevanter Informationen zu begegnen. Zentrales Anliegen ist die Entwicklung und Beurteilung von Informationssystemen zur Foerderung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Web Site: www.ecoresearch.net/election2004 Pressematerial: www.ecoresearch.net/election2004/download Kontakt: Prof. DDr. Arno Scharl, University of Western Australia Prof. Dr. Wolfgang Panny, Wirtschaftsuniversitaet Wien E-Mail: politik@ecoresearch.net Tel: 01/60552-708 (~ 6:00-13:00 MEZ)